Ideenjonglieren im Alltag
"Erwarte nichts - heute: Das ist dein Leben!" (Tucholsky)


Sonntag, März 23, 2003  

So, mein Geburtstag ist fast wieder vorbei. Gestern dann statt der geplanten Party mich entschieden lieber im kleinen Kreis zu „feiern“, überwiegend Menschen, die ich kaum kenne – meine „Literaturgruppe“, allesamt sehr nette, wenn auch recht ruhige Menschen – wobei ich über André zunehmend überrascht bin, er gehört wohl auch zu denen die eine Auftauzeit brauchen. Er, sein Kumpel, den er unbekannterweise mitbrachte und der eine sehr philosophische, wenn auch provokante Linie in die Unterhaltungen des Abend brachte, was ich immer sehr interessant finde – und ich landeten dann nach allgemeinem Aufbruch um kurz nach 12 in einer wunderbaren Cocktailbar. Interessante Gespräche, mal wieder Theater und meinen Lebenslauf hab ich schon länger nicht mehr erzählt.

Steffen ging ja auch sogar schon vorher, sonst nicht seine Art, wie schade! Als er noch da war und im Gespräch rauskam, daß er mein ehemaliger Bürokollege war fragte Sonja vorwitzig, ob DAS denn mein Ex sei und auf unser lachendes nein, meinte sie bedauernd, daß sie ihn ja schon gerne mal kennengelernt hätte, woraufhin ich nur meinte, wir hätten ja keinerlei Kontakt mehr und Steffen sofort einwarf – Das ist auch besser so – ein Satz, der mich in seiner Rigorosität überraschte. Weil er nicht wirklich passte. Nicht mehr. Heute im Park dachte ich zwar schon ab und an mal daran, daß er mich vor einem Jahr angerufen hatte, aber mehr so mit dem Hinblick darauf, was alles in dem Jahr bei vielen anderen Bekannten und Freunden passiert ist, in meinem Leben aber stagniert alles. Ich tu ja auch nix, woher auch – gerade kokettier ich ja fast schon per SMS mit Mark R. aus M. damit. Ein Szenario in meinem Kopf: ich laufe an Mike vorbei, er grüßt kurz, geht weiter, dreht sich dann wieder um, zwei Schritte zurück, gratuliert mich und dann die unvermeidliche Fragerei des Wiegehtswasnachtstdu. Ich würde dann erzählen, daß ich in zwei Wochen nach Berlin ziehe und bei meiner Traumagentur anfange zu arbeiten. Einfach so. Werden positive Lügen schneller wahr?

Gestern mal wieder ein witziger Zufall: Anja, die ich kaum kenne: Wir redten über notwendige Nebenjobs. Ich erzählte von meinem letzten Auftraggeber und seinem Geiz, seiner rhetorischen Brillianz einem Scheiße zu verkaufen und sich dann noch darüber zu freuen ein Schnäppchen gemacht zu haben. „Wo war das?“ „Ach nur ein 1 Mann- Unternehmen, so ein Trainings- und Consultingunternehmen“ „Wie hießen die?“ „Kennt kein Mensch, also T-Consulting“ Brüllendes Gelächter als sie den Namen des Chefs nannte. Die Welt ist klein. Und der Rest des Abend bestand aus immer mal eingeworfenen Lästereien über diesen Mann, der mich definitiv inspirierte mal ein Buch über diese ganzen NLP-Manipulatoren zu schreiben. Und Jaqueline (auch auf AB) wird mit ihrer (beneidenswerten?) Zusatzausbildung wohl auch so eine ...

Als ich vom Flohmarkt mit Patricia zurückkam war auf meinem AB ein HappyBirthday – gespielt! Ich erkannte zuerst nich was das für ein Instrument war, hörte sich fast an wie ein auf E-Gitarre gestelltes Keyboard. Dann wurde mir aber schnell klar, daß es eine live Gitarre sein mußte, merkwürdig verzerrt allerdings. Zauberte mir ein Lachen – das war Mark S.! Und das zwischen zwei Auftritten! Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet, toll! Davor – im zweiten Versuch bereits Mark R., mit dem ich eben ewig telefoniert habe ohne wirklich etwas persönliches zu sagen, wirklich komisch. Doch - mir fällt ein, ein Kompliment gab es, das hab ich einfach überplaudert. Ich kann mit spontanen Komplimenten schlecht umgehen. *kopfschüttelndlach ...
Meine erste Gratulantin – von den anwesenden mal abgesehen – war Ina, per SMS, heut um viertel vor zehn oder so, da schlummerte ich noch tief und fest. Sogar Gina hat mir gesmst, das hat mich auch sehr gefreut! Gina, dich vermiss ich hier. Und Bea, dich auch – obwohl es komisch ist nach so langer Zeit mal wieder mit dir zu reden, man entfremdet sich und noch befremdlicher ist darüber nur wenig Bedauern zu spüren. Und von Pete ne wirklich witzige Online-Grußkarte. Armin, den ich gestern vermisste klärte mich per SMS auf warum er nicht da war. Hach, irgendwie muß doch auch mal was Positives passieren! In jeder Leben!

Was such ich mir bloß für den Büchergutschein aus? Und ich bestell mir schonmal schönes Wetter ab sofortgenau so wie heute und wärmer um die neue Picknickdecke mit Klettverschluß und Transportgriff einzuweihen! Mit wem.....???

posted by Catherine | 3/23/2003 02:27:00 PM
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