Ideenjonglieren im Alltag
"Erwarte nichts - heute: Das ist dein Leben!" (Tucholsky)


Samstag, April 05, 2003  

02.04.03 - kleinere Zeitsprüne, weil blogger ab und an Serverprobleme hat
SMSen mit Mark R. (Patricia sagt ja, es wird unübersichtlich hier – kann doch wirklich nix dafür, wenn ich jeweils mehrere Marks, Mikes und Andrés kenne bzw. kannte! *kicher)
Frühling! Willst du Körper gegen Körperpressen? Atem spüren?Gerüche wahrnehmen? Verschiedene Stellungen? Rein-Raus, von vorn, von hinten? Ja? Dann fahr Bus!!
Meine Antwort:
JAAA! ... K(ölner)V(erkehr)B(evorzugt)

Im dritten Jobvermittlungscenter sitze ich einem ökigen Strickpulliträger gegenüber, dessen Hauptjob Schauzbartträger nur ab und zu von zwei Anrufen seines Sohnemannes unterbrochen wird, nachdem ich eine halbe Stunde gewartet habe. Er hat möglicherweise zwei brauchbarte Ideen, eine Agentur in Köln bei der ich vorbeigehen soll. Und wenn ich Interesse hätte auf Ausland, Dublin genauergesat, sollte ich in drei Wopchen nochmal nachfragen. Mh – warum nicht?

03.04.
Nachdem mich gestern Pete ja nicht besuchen konnte, weil er auf halbem Wege umkehren mußte, da er dem aprilligem Wetterumschwung von warm auf Hagel nicht gewachsen war und ohne Jacke unterwegs war – welch herzallerliebster Grund *kicher – bekomme ich heute Post von ihm: gleich zwei Päkchen – einmal ein Buch von Sylvia Plath und die zwei Susanne Vega CDs die ich schon länger mal hören wollte. Derzeit mir aber zu vorsichtige Musik, zu zerbrechlich. Deshalb hab ich sie noch nicht gehört. Derzeit brauch ich KRAFT-Musik – oder eben keine. Gar keine. Doch in jedem Fall ein Grund den Tag mit dieser Post freudig zu beginnen. :-) Letztlich habe ich damit überhaupt nicht gerechnet - in Anbetracht der Tatsache, daß wir uns ja erst zweimal gesehen haben. Schön.

04.04.
Todmüde. Derlei Tage wie heute könnten so erhellend sein, dabei läuft nix wie ich es mir wünsche. Wieder zwei Absagen im Briefkasten, die wahnsinnig nette Berufsberaterin gestern empfiehlt mir als ich mich über die hohen Kosten einer Bewerbungsmappe beschwere doch einfach keine Arbeitsproben mitzuschicken! Aha, verstehe. Ein Musiker soll also auch zum nächsten Casting ohne Instrumentenkoffer, weil der ja letztlich zu schwer ist, logisch oder? Ich könnte wirklich schreien über soviel Blödheit auf einem Haufen! Mit welcher arglosen Überzeugung sie mir das als Tipp des Jahrhunderts verkaufte!!!! Ja, es kann ja nicht jeder von jeder Branche Ahnung haben, aber ich bin doch sicherlich nicht die einzige Designerin, die sie betreut??? Das Arbeitsamt ist eine einzige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und diese Bürokratie ist nur erschaffen worden damit sich die Angestellten nicht langweilen. Bei dem Spielchen haben sie nur leider insoweit über das Ziel hinausgeschossen, daß sie nicht mit der begrenzten Aufnahmekapazität der dort Angestellten gerechnet haben.
Die saftige Nachforderung von 650 EUR an Strom bricht mir das Genick. Auch noch mein letzter Halt scheint nun vor dem Aus zu stehen. Beim Ella-Seminar war DAS immer mein letzter Anker: Was hab ich, wenn mir x oder y oder z verloren geht? Mein Zuhause, meine Wohnung. Die so liebevoll renoviert wurde von mir. Meine Heimat. Zurück in eine WG. Der fulminante soziale Abstieg. Meine Stimmung wurde übrigens heute auch noch wunderbar etikettiert: Depressive Tendenz. Klebriges Etikett, kaum ablösbar. Igitt. Ich würd es zugerne in Ihrer Praxis lassen.

posted by Catherine | 4/05/2003 01:49:00 AM
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