| Ideenjonglieren im Alltag "Erwarte nichts - heute: Das ist dein Leben!" (Tucholsky) |
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Donnerstag, Mai 08, 2003 08.05.03 Dass zwei Koelsch so Kopfschmerzen verursachen koennen .... Mein Traum letzter Nacht: Es ist letzter Schultag. Ina und ich sitzen nebeneinander, der Lehrer hat gerade die Klasse verlassen. Unser Platz war leicht von einem gro´ssen Pfosten verborgen, das Klassenzimmer ist sehr verwinkelt, es ist ein bischen als waeren diese abgeblaetterten schulgrünen Baenke in gross (Oberstufe) in den ersten Raum des Balance-Institutes in SB, wo meine Ausdruckstanzgruppe stattfand - gestellt worden, ein alter atmosphaerischer Raum, wo ich gerne war trotz der durchaus vorhandenen damit verbundenen Anstrengung. Ich habe recht viel Gepaeck dabei, weil ich noch wegfahre, gar wegziehe, so genau weiss ich das nicht, jedenfalls nicht endgültig, sondern nur vorübergehend. Ich sehe aus dem linken Hintergrund des Klassenraumes Mike auf mich und Ina zukommen. Es ist noch ruhig, weil wir noch auf irgendwas warten und nicht sicher sind ob der Lehrer noch was sagen wird. Oder ist er schon weg und kommt vielleicht wieder zurück? Ich bin überrascht ihn da zu sehen, da er nur im vorletzten Jahr zu unserer Klasse gehoerte, da er mehrfach sitzengeblieben war und dann aus meinem Leben verschwand. Ich rede mit Ina darüber ob ich mit ihm reden soll oder nicht als er auch schon wortlos, es ist Anfang Mai, als sei dies nicht unser erster Kontakt nach langem, etwas aehnlich einem Kinderüberraschungsei, schon etwas weich geworden vor Ina auf die Schulbank drückt, so dass es verformt, aber aufrecht stehenbleibt und vor mir ein weiteres Gebilde aus Schokolade, mit der Zerbrechlichkeit des aus zwei Schokoladenhaelften bestehenden Sparschweines unangemessener Kraft, platziert. Die Unterseite des Schweines wird dabei zerdrückt, dafür steht es sicher in seiner bedruckten Aluverpackung vor mir und ich entdecke einen etwas groesseren Schlitz oben. Mike steckt noch nachtraeglich etwas hinein und verschwindet dann wieder wortlos in die hintere Klassenzimmerweite zu den anderen. Ina und ich schauen uns überrascht und irritiert an und sie oeffnet das Ueberraschungsei und ich mein Schokoladensparschwein. Darin befinden sich die gleichen Dinge: ein paar Teile aus feingeschliffenem Holz, Staebchen und Quadrate, sehr klein und nicht ersichtlich zu was diese zusammengefügt werden sollen. Nachtraeglich reingestopft wurden bei mir zusaetzlich ein sehr altes Coin für einen Autoscooter und mehrere zu unterschiedlichen Saetzen gehoerende Spielgeldmünzen aus rosa Plastik, die teils sogar kaputt sind und ein Pfennigstück, sowie ein Fünfzigpfennigstück, altes Geld. Was soll dieser Abfall? Koennte gedankenlos erscheinen, wenn uns nicht Mikes Angewohnheit bekannt waere einfache Dinge symbolisch aufzuladen und ohnehin oefter Geschenke zu machen, die sich einem nicht direkt erschliessen. Ich esse die Schokolade, da ich sie nicht in meine grossen weichen Reisetaschen verstauen kann ohne sie vollends zu zerkrümeln, ausserdem habe ich Lust auf was Süsses, obwohl es mir fast merkwürdig vorkommt mir ein gerade eben geschenktes, wenn auch sehr spaetes Ostergeschenk direkt und gierig einzuverleiben. Dann beginne ich zu packen. Ich muss noch mehrere Bahnen widerspenstige Silberfolie, die von einer Tanzaufführung der letzten Tage übrig geblieben ist zusammenfalten, auch Stoffbahnen in gelb und Silberlamé falte ich zusammen mit Ina auf und verstaue sie umstaendlich wegen der sperrigen Groesse in einer Reisetasche. Dann steht Peter neben mir und Mike kommt auf uns zu, im Hintergrund sein Opa (der Fabrikbesitzer, den ich nie kennenlernte), der ihn ermuntert: „Dann gib sie ihm doch!“ „Nein, das war nicht so gemeint!“ wehrt Patrick sich und erst nach ein paar Minuten wird mir klar, dass es sich um eine gepraegte Holzmünze dreht, irgendwas religioeses, die Peter in einer Vitrine des der Schule anliegenden Klosters (woher ich diese Idee habe kann ich beim besten Willen nicht sagen) gesehen hatte und die ihn angesprochen hatte. Ihn, der immer im Ethikunterricht vehement schon seit er 14 war den Buddhisten betonte. Mike’s Opa hat diese Münze für Peter als Geschenk gekauft und dieser moechte sie nicht annehmen. Diese Szene l?oest sich auf und ich packe weiter mit Hilfe von Ina und auch Freundinnen von früher helfen ein bischen, stehen aber mehr rum, Mike steht neben Ina und mir und ich sage was von „ ... letztes Mal in die Aula gehen“, weil ich dort noch was holen muss – „... letztes Mal an der Tafel stehen“ und dann „... letztes Mal die Schule anschauen von aussen“. Dabei wird Mike hellhoerig. Auch wegen meiner vielen Taschen. Muss sich für ihn so anhoeren als ginge ich für immer hier weg. Laechele in mich hinein und stelle dies auch bewusst nicht richtig, kokettiere verbal zweideutig mit meinem Aufbruch, obwohl ich selber nicht so genau weiss wohin. posted by Catherine | 5/08/2003 01:39:00 AM
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