| Ideenjonglieren im Alltag "Erwarte nichts - heute: Das ist dein Leben!" (Tucholsky) |
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Montag, Juni 09, 2003 Ich scheine einen bestimmten Menschen immer zwischen emotionalen Situationen zu kontaktieren. Oder werde zurückgerufen von dir, vermutlich immer kurz nach einer Trennung. Du sagst nie ein Wort dazu Ich würde dich gerne fragen: "Warum erzaehlst du mir nie etwas von deinem offensichtlich sehr turbulenten Privatleben?" Manchmal scheint mir, dabei kann es sich jedoch um eine reine Einbildung handeln, dass ich dir wie du mir als Projektionsflaeche verschiedener Sehnsüchte diene. Oder als Ablenkung, als zweite Wahl, die ich dir offensichtliches Interesse entgegenbringe ohne es je auszusprechen, was zuviel waere. Schwaermerei im Stillen.Doch: Ich bin es leid dir alles aus der Nase zu ziehen, immer nur in sichere unpers?nliche Themen zu rutschen. Ich weiss nicht mehr warum ich dich mag. Mochte? Ich weiss nichts über dich. Gar nichts weiter. Erstaunlich für mich ein Jahr nur zu smalltalken. Sogar unbegreiflich. Ich wünsche mir jemand, der offen ist, der meine Direktheit schaetzt, selber Kontra geben kann, respektvoll, gebildet und sinnlich ist, Phantasie hat und kein Maerchenerzaehler ist (*lach - mein ewiges Dilemma) und jemand, der mich verdammt nochmal küsst! Jetzt ist das richtige Wetter zum Verlieben! Und jetzt, jetzt kanns passiern. *nochmehrlach.... Und wie, wie bitte kriege ich dieses Erwarten weg? Denn erwarteterweise passiert nüscht. Klar, nicht? Ben, du hast mir gestern nach dem Kino - und im Film "Ganz und Gar" habe ich vieles widererkannt aus meinem eigenen Leben - gesagt, ich sei manchmal zu direkt. Und das obwohl wir uns das zweite Mal überhaupt sahen! Ich glaube ich war es auch einmal als ich dich ausfragte und wohl auch als ich über deine Klamotten laesterte - aber ich kann Spiessertum nun mal so gar nicht ausstehn! - doch du sagtest auch etwas Schoenes und Wahres: Dass ein Sichkennenlernen auf Gegenseitigem Geben und Nehmen beruht und man durch ein Gleichgewicht nur weiterkommt. Und das, das lieber Mark sehe ich leider gar nicht. Dich haette ich wahrscheinlich zu Tode beleidigt wenn ich über deine wirklich abtoernenden Schuhe gelaestert haette. Und das Schlimmste waere gewesen, du haettest nichts gesagt. Danke Ben, ich schaetze es sehr wenn jemand Grenzen aufzeigen kann. Ich habe immer noch nach dem grenzenlosen Fall Mike ein Bedürfnis danach. Letztlich ist es ein Aspekt dem man Einhalt gebietet. Keine Ablehnung des ganzen Menschen. Umgekehrt schaetze ich es auch, dass man es sagt wenn ICH individuelle Grenzen verletze. Ueber allem steht Respekt. Ich haette Schwierigkeiten mit einem der alles erduldet. Grosse Schwierigkeiten. Ich kann bremsen besser als anderen Gas geben zuweilen. Womoeglich da ich selbst viel Treibstoff brauche. Und das auch gerne. Manchmal vermisse ich die Menschen, die zu weit weg sind als dass sie an meinem Leben hier teilnehmen koennen. Spontan Will treffen koennen - hey, ich vermiss dich - wie geht es dir? - oder Manuel G. - einfach mal im Park treffen, am Rhein sitzen und all die schoenen Plaetze entdecken, die es hier gibt. Geburtstag feiern - oder so. Morgen bin ich sehr gespannt wie es mit Berlin weitergeht! Daumen drücken! posted by Catherine | 6/09/2003 05:17:00 PM
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