Ideenjonglieren im Alltag
"Erwarte nichts - heute: Das ist dein Leben!" (Tucholsky)


Montag, Oktober 20, 2003  

Verpasste Gelegenheiten:

1. Volcano Theatre Company: Talk Sex Show
– ein Stueck von Paul Davie
Regie: Helen Bailey, Videos: Owen Oppenheimer
Talk Sex Show ist ein Stueck ueber die Leidenschaft sich selbst zu entdecken.
Da das Wichtigste im Leben neuerdings das Lernen und nicht das Leben ist, bietet ihnen dieses Stueck die Chance zu einer einmaligen Lernerfahrung: Innerhalb einer guten Stunde werden Sie lernen zu lieben und geliebt zu werden. Sie werden erfahren warum das andere Geschlecht, oder auch das eigene, Ihnen in der Vergangenheit oft aus dem Weg gegangen ist. Sie werden lernen, warum so viele Ihrer Liebesabenteuer ein so bitteres Ende genommen haben. Sie werden den langen Prozess der Heilung beginnen, den sie schon so oft angetreten haben. Sie werden ganz bestimmt Ihr Glueck finden.
Nachdem Sie Talk Sex Show gesehenb haben, werden Sie endlich ein Leben ohne Angst, ohne Drogen, ohne Religion, Musik, Fernsehen und ohne Kochkurse fuehren koennen.
Ein Abend voller Humor, anschaulicher Anleitungen zum Selbermachen, Heimvideos und unvergleichlicher Weisheit. „Talk Sex Show is a robist reminder that Volcano aren’t just about politics and physicality but they can be very, very funny“ (The Western Mail) / „ Fuer alle denen der Sinn nach lebendigem,. Aufregendem Theater steht, gibt es jetzt nichts mehr auf dass sie noch warten muessten: Volcano vermittelt seine botschaft mit viel Witz, eindringlicher Sprache und ausgepraegter Koerperlichkeit” (Yorkshire Post / “Mit seiner visuell und emotional ausgereiften Ausdrucksweise ist Volcano auf dem besten Weg, ein moderner Klassiker zu werden” (The stage) / “Ein der mutigstens und spannendsten Gruppen, die es gibt” ( Plays and Players / “Ein spritziger Hexenkessel voller Ideen, der einen kurzweiligen Theaterbesuch verspricht …” (Evening standard) – zitiert aus dem Flyer der Studiobühne K?ln

2. Tomte-Konzert, vor allem wenn ich dann diese Kritik im K?lner Stadtanzeiger lese:

„Splitter in der Seele“ – Die Hamburger Band „Tomte“ gastierte ganz wunderbar im Gebaeude 9 (Martin Weber)
Es kommt selten vor, dass Eigenlob nicht stinkt. Selten aber auch war die reflexive Bauchpinselei so angebracht wie im ausverkauften Gebaeude 9 zu Koeln. Thees Uhlmann, Arbeiter-Lyriker, hemdsaermeliger Texter und Gitarrist von Tomte, hatte gerade „Du bist den ganzen Weg gerammt“ gesungen und war dann – in einer klugen Mischung aus kalkulierter Buehnenpraesenz und versonnenem Charme – ganz hin und weg von sich, seiner Band und seiner Musik. „Was bin ich dieses Lied am moegen“, sagte Thees Uhlmann – und war mit dieser Einschaetzung alles andere als allein. „Hinter all diesen Fenstern“ heisst das aktuelle Album von Tomte, es besticht durch warm und weich arrangierte Songs, die trotzdem oder gerade deswegen durch und durch Rock sind, und Thees Uhlmann ist nichts anderes als eine emotionale Wucht.
Von Liebe und Leid durch den Alltag gepruegelt und mit hoffnungsvoller Melancholie ausgestattet, stellt er sich dem, was man gemeinhin Leben nennt, immer wieder aufs Neue. „Ich hab nicht den tollsten Koerper, bin eher ein grobschlaechtiger Kerl – aber ich spiele in einer geilen Band“, sprach Thees Uhlmann und offenbarte damit eine weitere seiner grossen Qualitaeten: Der Musiker ist nicht nur ein Romantiker in seiner hemmungslos-offensivsten Form, er ist auch ein gewiefter Conferencier, der launig durch den Abend fuehrt. Rocktheatralik sei nicht vonnoeten, konstantiert Thees Uhlmann, geckige Ansagen werden werden immer wieder von ernsthaften Ankuendigungen gebrochen. Solcherlei – und der Vergleich ist keineswegs zu gross gewaehlt – konnte auch Elvis.
„Es geht nicht um die Splitter im Koerper“, sprach Thees Uhlmann, „es geht um die Splitter in deiner Seele“ – und stimmte „Von Gott verbrueht“ an. „Du wei?t, ich wuerde sterben fuer dich, um dir ein gutes Leben zu garantieren“, singt er, man glaubt ihm jede Silbe und ist – jawohl: beruehrt. Mitunter gar heftig geschuettelt. „Trennt euch jetzt nicht, denkt dran, der Winter kommt“, raet Thees Uhlmann und vollendet so: „Trennungen sind in dieser Zeit nur gut, um Texte darueber zu schreiben und Lieder draus zu machen.“ Was folgt ist „neulich als ich dachte“, spaeter „Die Schoenheit der Chance“. Was bleibt ist ein Gefuehl: Was sind wir diese Band am Moegen. Deutschsprachiges Konzert des Jahres – keine Frage!

3. Spionage in Bonn - eine kriminalistische Spurensuche und ein interaktives Stadtfuehrungs-Event

Die Spionagetour in Bonn City - so ganz verpasst ist es ja noch nicht - wer hat Lust sich naechsten Samstag anzuschliessen?

Der Kurs zum Event

posted by Catherine | 10/20/2003 06:33:00 AM
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