| Ideenjonglieren im Alltag "Erwarte nichts - heute: Das ist dein Leben!" (Tucholsky) |
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Sonntag, Oktober 26, 2003 Himmel, was machen sich die Leute Sorgen nur weil ich mal ein paar Kilo weniger wiege als üblich. Ein unheimlich sorgenvoller Blick meiner Freundin gestern bei ihrer Abschiedsumarmung nach der Party gestern und "Melde dich, wenn es dir schlecht geht" - dabei geht es mir so gut wie selten - das Fastenhoch, ich weiss - und jetzt gerade auch wieder der Rat einer anderen Freundin, doch bloss wieder anzufangen zu essen. Ich, Ich hatte jedenfalls nie mit Esstoerungen zu tun und werde es auch nicht. Ich fuehle mich rumdum wohl - nur etwas missverstanden, was die Planung meiner zukuenftigen Ernaehrung anbelangt. Ja, ich freue mich auch schon wieder zu essen. Aufs Kochen. Und aufs Backen besonders. Das Wochenende voller vieler interessanter Erkenntnisse und Gespraeche. Und, ja Gina! We will do it! We will move it! posted by Catherine | 10/26/2003 04:04:00 PM Mein Vater hoerte abwechselnd Wagner und Schlager der 60er und besass eine umfangreiche Schallplattensammlung. Sein geschmettertes „Auf in den Kampf, Toreheroooo!“ konnte man jeden Sonntag im Treppenhaus hoeren bevor er ins Hochamt ging und mit ernstem Nicken Mutters Klagen daruber kommentierte, dass ihre Toechter doch wohl nicht dem gutchristlichen Glauben folgen wollten zudem sie uns erzogen hatten. Er las gerne, hatte jedoch nur die Geduld fuer die verstuemmelten Kurzfassungen – vier in eins – der Reader’s Digest Romane. „Ruf Teddybaer null drei“ war eines seiner Lieblingslieder, soweit er ansonsten als technikinteressierter Mensch seiner Zeit fast voraus war, so war er moralisch stets seiner Zeit hinterher. Er war immer schon aelter als andere, vielleicht weil er fast nur aeltere Geschwister hatte, moralingetraenkte Eltern, davon eine unbekannte Mutter. Genauergesagt war sie MIR unbekannt, denn sie kam in Erzaehlungen nie vor. Nach dem Aufwachen floss mir dies aus der Feder, obwohl ich es in die Tastatur tippe. Haette ich es aufgeschrieben, so saehe man nun ein korrigiertese Wort: statt Aufwachen schrieb ich erst Aufwachsen, eine ebenso interessante Fehlleistung wie die erschreckende Tatsache dass mir dieser Text in der Vergangenheit fast wie ein Nachruf geworden ist. Merk-wuerdig. posted by Catherine | 10/26/2003 03:46:00 PM Samstag, Oktober 25, 2003 Also, werter Traumvorfuehrer, ich wusste ja schon, dass Sie einen kleinen Komiker zuweilen beschaeftigen und auch durchaus gerne bei Cocteau kopieren. Doch bitte bitte sieh zu, dass Mr. Freud wieder aus dem Urlaub zurueckkommt, denn was ich DAMIT anfangen sollte wird mir wohl immer schleierhaft bleiben: In einem mir aus meiner Kindheit bekannten muffig riechenden Kaufhaus, wo es alles auf kleinstem Raum gab - vom geroesteten Kaffee unten ueber Schuhe im Zwischengeschoss bis hin zu Zeitschriften, fuer die ich noch nicht gross genug war - also Bravo etc. - neben Regenschirmen und gezackten Ansichtskarten der Basilika dieser Kreisstadt dessen Autokennzeichen jeder im Osten vermutete - stehe ich im Erdgeschoss vor der 50er Jahre Treppe mit den abblaetternden Anti-rutsch-Gummi-Streifen an jeder Stufe mit Blick auf die Veranda des zweiten und dritten Stockes. Des zweiten wo es die alte Damenkorsetts und Stuetzstrumpfhosen gibt auf Modells ohne Kopf aufgezogen und des dritten wo jene Damen, die sicherlich unter den Paisleyblusen mit integrierter Schleppe, vor der enormen Brust gebunden, eben jene Produkte tragen und ihren Kakao mit Bergen von Spruehsahne loeffeln, dabei nach Koelnisch Wasser duften und sich ueber ihre neuesten Wehwehchen austauschen und ueber die Bepflanzung der Graeber ihrer Verstorbenen. In eben jenem Ambiente, wo fast verdoerrte Schlingpflanzen duenn und lieblos ungepflegt von der Ballustrade haengen, die in Plastiktoepfen vor den gold-schwarzen Gelaenderstaeben stehen, auf jenem schmalen ungeschuetzten Streifen Ballustrade, also hinter dem Gelaender beginne ich mit mehreren anderen mir unbekannten Mädels, alle so Mitte 20 wie ich ein unglaublich lustiges Schneckenrennen. Ich selbst klettere "meiner" Schnecke gerade nach: es ist eine kleinere aeusserst lebendige Ausgabe von Finchen (die aus der Sesamstrasse), allerdings aus Silikon, in sonnengelb mit gruenen Streifen und einem perlmuttfarbenen Haus. Samtig aussehender Silikon, sie kann sprechen und ist unglaublich gut gelaunt und sehr lebendig, keinesfalls eine Puppe. Und wie das in Traeumen so ueblich ist ist das aeussert normal, dass wir dann auch unser Rennen quer durch die Damenunterwaescheabteilung fortsetzen und uns niemand aufhaelt. Fragt mich bitte jetzt nicht wie ich auf Finchen komme! posted by Catherine | 10/25/2003 07:11:00 AM VORHER NACHER Kein Mensch kann dich dir wegnehmen solange du nicht dich selbst mir weggenommen hast. Kein Mensch kann mich dir wegnehmen solange ich nicht mich selbst dir weggenommen habe. Vorher ist Eifersucht grundlos - nacher sinnlos. (Joern Pfennig) Das weniger für mich selbst, denn als Quintessenz einer sehr schoenen Unterhaltung gestern abend. "Warum bist du nie eifersüchtig?" schien mich desoefteren in Beziehungen jemand argusaeugig zu fragen, die Grenzen auslotend mit anderen, hübscheren, blonderen, groesseren, redend, tanzend, scherzend. So wenn mir Eifersucht begegnete dann war sie tatsaechlich sinnlos. Theorielastige Ueberlegungen, so unverliebt. *lach An meinem heutigen achten Fastentag geht es mir blendend. Schade ein bischen, dass ich heute abend auf der Party nichts essen darf. Es ist merkwürdig mitten im DM-Markt, das Handy klingelt - von einem Menschen den ich nicht persoenlich kenne - mit Worten in der Oeffentlichkeit so berührt zu werden als waeren wir alleine unter einer warmen Bettdecke und schauten uns gemeinsam alte Videoclips an. posted by Catherine | 10/25/2003 06:48:00 AM Montag, Oktober 20, 2003 Schoenes Diskussionsthema - v.a. wenn frau keinen Fernseher hat *g - in einem anderen Forum: welches sind die erotischsten Musikvideoclips? Da ich die neueren nicht kenne und mir vom Anblick der groessten Selbstbeweihraeucherung on earth wie Jeannette Biedermann schlicht schlecht wird (und was mir meine Entscheidung nach einem dreimonatigen Intermezzo mit Kabelfernsehen es wieder leicht machte ohne Fernsehen auszukommen) - greife ich auf zwei aeltere und ein sehr sehr altes zurueck: Meine Top three sind: 1. Guesch Patti: Etienne 2. P.J. Harvey mit Nick Cave: Henry Lee 3. Nick Cave mit Kylie Minogue: Where the wild roses grow Um Missverstaendnissen vorzubeugen: ich finde weder Nick Caves ausgepraegte Gesichtszuege noch Kylies magersuechtige Figur besonders erotisch, einzeln betrachtet, doch auch hier siegt einmal mehr die Art der Inszenierung. Und bei Numero zwei kann ich mich noch sehr genau erinnern wie mich die Klaenge im Kaufhof anzogen zu dem Monitor, der da aufgestellt war und wie ich voellig fasziniert davor stand, unbeweglich, da ich foermlich die Gaensehaut spuerte dieses Momentes den diese beiden da ohne sich zu beruehren miteinander teilten. posted by Catherine | 10/20/2003 02:46:00 PM Meine Traeume von letzter Nacht: Szene 1: Ich stehe im Eiscafe und ich kann mich einfach nicht entscheiden, ob ich jetzt Erdbeerjoghurtheis oder nur Joghurtheis pur oder Nutellaeis oder beides oder ein Himbeereis, was hier immer so schmeckt als sei es wirklich aus frisch gepflueckten Fruechten zusammengefroren worden, ein regelrechter Fruchtschock ist das hier, so stark, dass man es mit anderem neutralen Eis kombinieren muss. Vanille vielleicht? Oder diese ungewoehnliche Creation mit den traenenfoermigen weissen Schokoladentropfen. Oder die Sorte die heisst wie ein Kuss und nur knapp so gut schmeckt...? Oder .... (Cut) Auf der Buehne auf der ich am meisten stand laeuft gerade ein entsetzliches Stueck. Ich betrete die Halle und sehe auch nur die wenigen Zuschauer, dahinten in der Ecke liegt gar auf den Boden geluemmelt meine fruehere beste Freundin zu Grundschulzeiten, wieder schwanger, bauchfrei obwohl es Winter ist. Die meisten schauen zu mir rueber. Ich freue mich riessig hier zu sein und weiss, dass viele auf mich warten, damit ich dem Stueck zu einer runden Form verhelfe. Ich fuehle mich als sei ich extra eingeflogen worden, um Rettungsengel zu spielen und gehe durch den Spalier der am Rande unter hinter den Kulissen mitwirkenden auf den Regieeingang zu und ein erneuter Schauder von Freude ueberlaeuft mich, dass all diese Menschen mich nach all den Jahren gerufen haben und mir immer noch vertrauen. posted by Catherine | 10/20/2003 11:35:00 AM Meine Guete habe ich JETZT Lust auf Toffifee. Obwohlich sonst NIE Toffifee esse. Halt, das stimmt so nicht; vielleicht weil es meine letzte Suessigkeit vor dem Fasten war? Eben stehe ich im Supermarkt, auf meinen Haenden stapeln sich eine Waffelbackmaschine (Waffeleisen wuerde ja nicht mehr stimmen, soooo schwer ist das Ding nun auch wieder nicht) und ein Entsafter, der mir im Plus ueber den Weg gelaufen ist. Dann eine Stimm, die ruft: Cathriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin. Ich kenne sie nicht, will mich erst nicht umdrehen, dann tu ichs doch und diese Frau, die mich da anschaut und meint "Gibt's dich auch noch!?!?!?" die kann ich erst mal nicht einordnen. Sie muss mir ihren Namen sagen. Himmel denk ich, du bist aber - nicht nur dick geworden, sondern sogar fett geworden. Sie faengt an zu plappern und zu Fragen wie es mir ginge und ich bin so doof und sage die Wahrheit und ob ich jetzt hier wohnen wuerde. "Ach wie schoen, dann wohnen wir ja jetzt fast alle hier zusammen!" Und wie ach so schade es sei, dass man ja nichts mehr miteinander unternehmen wuerde. Und dass ich ja bestimmt wuesste, dass Mike ja nun hier in meiner Strasse mit seiner Freundin zusammenwohnt. Das habe ich so konkret nicht gewusst, doch irgendwie habe ich letztens schon das Gefuehl gehabt dass dieser Wohnwagen vor der einen Tuer doch seiner sein koennte und wie er es im Winter ohne Wohnung aushalten wuerde, doch wohl gar nicht. Dann meinte sie, ich wuesste ja bestimmt auch, dass Anja nun ihr Kind hat und Karo 5 Monate in Australien war und sie blah blah blah - "Ach du siehst ja so fertig aus", meinte sie dann zu mir. "Danke" dachte ich nur und verkniff mir eine Antwort in die Richtung: "Und du bist ganz schoen f ... aeh ... kraeftig geworden, auch schwanger?", dazu fehlt mir einfach das Zickengen. Sie beteuerte wieder wie Schaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaade es doch sei, dass man sich so wenig saehe und da sagte ich nur freundlich laechelnd: "Nein, das ist ok so, voellig ok. Ich vermisse nichts." Und ich bin gespannt, was sie davon weitergibt. "Also die Catherine sah aber fertig aus. Die Aaaarme, die hat immer noch keinen neuen Job und wie sie sich anhoerte bestimmt auch noch keinen Neuen, lebt jetzt wieder Untermiete.... ach neeeee". Leider lag mir keine Story auf der Zunge; ihr haette ich gerne, einfach so eine erzaehlt: "Ach, weisst du, ich bin gerade auf dem Sprung nach Hamburg (oder Berlin), mein neuer Job beginnt dort bald, total genial. Genau das was ich will. Und das praktische ist, ich werd da zu meinem Freund ziehen. Der hat eine total geniale Wohnung, es ist seine eigene, so Altbau mit Stuck und so. Klar heute sehe ich ein bischen fertig aus, immerhin hab ich fünf Tage hintereinander Sport gemacht - du weisst was das heisst - oder - wohl eher nicht (dramaturgisch geschickt eingebautes Lachen plus Blick). Ich bin auch letzte Woche erst aus Montreal zurueckgekommen, da hab ich fuer vier Monate gelebt bei meiner Freundin und ihrem Mann. Da hab ich ihn auch kennengelernt, total witzig, er ist Musiker, hauptsaechlich Arrangeur fuer Werbespots, kommt viel rum." posted by Catherine | 10/20/2003 09:15:00 AM Verpasste Gelegenheiten: 1. Volcano Theatre Company: Talk Sex Show – ein Stueck von Paul Davie Regie: Helen Bailey, Videos: Owen Oppenheimer Talk Sex Show ist ein Stueck ueber die Leidenschaft sich selbst zu entdecken. Da das Wichtigste im Leben neuerdings das Lernen und nicht das Leben ist, bietet ihnen dieses Stueck die Chance zu einer einmaligen Lernerfahrung: Innerhalb einer guten Stunde werden Sie lernen zu lieben und geliebt zu werden. Sie werden erfahren warum das andere Geschlecht, oder auch das eigene, Ihnen in der Vergangenheit oft aus dem Weg gegangen ist. Sie werden lernen, warum so viele Ihrer Liebesabenteuer ein so bitteres Ende genommen haben. Sie werden den langen Prozess der Heilung beginnen, den sie schon so oft angetreten haben. Sie werden ganz bestimmt Ihr Glueck finden. Nachdem Sie Talk Sex Show gesehenb haben, werden Sie endlich ein Leben ohne Angst, ohne Drogen, ohne Religion, Musik, Fernsehen und ohne Kochkurse fuehren koennen. Ein Abend voller Humor, anschaulicher Anleitungen zum Selbermachen, Heimvideos und unvergleichlicher Weisheit. „Talk Sex Show is a robist reminder that Volcano aren’t just about politics and physicality but they can be very, very funny“ (The Western Mail) / „ Fuer alle denen der Sinn nach lebendigem,. Aufregendem Theater steht, gibt es jetzt nichts mehr auf dass sie noch warten muessten: Volcano vermittelt seine botschaft mit viel Witz, eindringlicher Sprache und ausgepraegter Koerperlichkeit” (Yorkshire Post / “Mit seiner visuell und emotional ausgereiften Ausdrucksweise ist Volcano auf dem besten Weg, ein moderner Klassiker zu werden” (The stage) / “Ein der mutigstens und spannendsten Gruppen, die es gibt” ( Plays and Players / “Ein spritziger Hexenkessel voller Ideen, der einen kurzweiligen Theaterbesuch verspricht …” (Evening standard) – zitiert aus dem Flyer der Studiobühne K?ln 2. Tomte-Konzert, vor allem wenn ich dann diese Kritik im K?lner Stadtanzeiger lese: „Splitter in der Seele“ – Die Hamburger Band „Tomte“ gastierte ganz wunderbar im Gebaeude 9 (Martin Weber) Es kommt selten vor, dass Eigenlob nicht stinkt. Selten aber auch war die reflexive Bauchpinselei so angebracht wie im ausverkauften Gebaeude 9 zu Koeln. Thees Uhlmann, Arbeiter-Lyriker, hemdsaermeliger Texter und Gitarrist von Tomte, hatte gerade „Du bist den ganzen Weg gerammt“ gesungen und war dann – in einer klugen Mischung aus kalkulierter Buehnenpraesenz und versonnenem Charme – ganz hin und weg von sich, seiner Band und seiner Musik. „Was bin ich dieses Lied am moegen“, sagte Thees Uhlmann – und war mit dieser Einschaetzung alles andere als allein. „Hinter all diesen Fenstern“ heisst das aktuelle Album von Tomte, es besticht durch warm und weich arrangierte Songs, die trotzdem oder gerade deswegen durch und durch Rock sind, und Thees Uhlmann ist nichts anderes als eine emotionale Wucht. Von Liebe und Leid durch den Alltag gepruegelt und mit hoffnungsvoller Melancholie ausgestattet, stellt er sich dem, was man gemeinhin Leben nennt, immer wieder aufs Neue. „Ich hab nicht den tollsten Koerper, bin eher ein grobschlaechtiger Kerl – aber ich spiele in einer geilen Band“, sprach Thees Uhlmann und offenbarte damit eine weitere seiner grossen Qualitaeten: Der Musiker ist nicht nur ein Romantiker in seiner hemmungslos-offensivsten Form, er ist auch ein gewiefter Conferencier, der launig durch den Abend fuehrt. Rocktheatralik sei nicht vonnoeten, konstantiert Thees Uhlmann, geckige Ansagen werden werden immer wieder von ernsthaften Ankuendigungen gebrochen. Solcherlei – und der Vergleich ist keineswegs zu gross gewaehlt – konnte auch Elvis. „Es geht nicht um die Splitter im Koerper“, sprach Thees Uhlmann, „es geht um die Splitter in deiner Seele“ – und stimmte „Von Gott verbrueht“ an. „Du wei?t, ich wuerde sterben fuer dich, um dir ein gutes Leben zu garantieren“, singt er, man glaubt ihm jede Silbe und ist – jawohl: beruehrt. Mitunter gar heftig geschuettelt. „Trennt euch jetzt nicht, denkt dran, der Winter kommt“, raet Thees Uhlmann und vollendet so: „Trennungen sind in dieser Zeit nur gut, um Texte darueber zu schreiben und Lieder draus zu machen.“ Was folgt ist „neulich als ich dachte“, spaeter „Die Schoenheit der Chance“. Was bleibt ist ein Gefuehl: Was sind wir diese Band am Moegen. Deutschsprachiges Konzert des Jahres – keine Frage! 3. Spionage in Bonn - eine kriminalistische Spurensuche und ein interaktives Stadtfuehrungs-Event Die Spionagetour in Bonn City - so ganz verpasst ist es ja noch nicht - wer hat Lust sich naechsten Samstag anzuschliessen? Der Kurs zum Event posted by Catherine | 10/20/2003 06:33:00 AM Gestern in Ehrenfeld Der Mann hat recht. So wie er auf der roten Couch sitzt, sein Laptop auf dem Tisch, den riessigen Fernseher mit einem italienischen Sender immer im Hintergrund, vor sich 200 qm Arbeits- und Wohnflaeche, teuere Schreibtische, glasabgetrennte zwei Zimmer zum Wohnen, eins untervermietet und der Rest Arbeitsplaetze ohne Rechner und ohne Arbeit, wie im Aufbruch. Alles im Aufbruch. Ich verbrachte den spaeten Nachmittag bis abends in diesem nun mehr um die Haelfte auf 200 qm geschrumpften Atelier in einem Fabrikloft, erzaehlend – meistens er – zuhoerend und aufnehmend – vornehmlich ich. Er ist als autodidaktisch professionalisierter Grossbildprojektions-Künstler gerade auch am Rande des Abgrunds, eben weil die Eventagenturen genau nur noch von (studiertenund diplomierten und berufserfahrenen ) Praktikanten leben und seine Einzigartigkeit nicht zahlen koennen. Mir faellt auf, dass ich tatsaechlich durch das nichteingebundensein in eine feste Firma und das Nichtmehrkontaktpflegen zu meinen Verwandten in den letzten zwei Jahren nur aeusserst selten laengere Unterhaltungen fuehrte mit Menschen jenseits Mitte 40, fast gar keine. Vieles was er sagt ist so blumig, dass ich ihn nicht verstehe, er schaut mich auch nur selten an und laechelt nur ein paar Mal wenn er von juengeren Maedchen erzaehlt, die er durch seine Internetaktivitaeten kennengelernt hat, sonst wirkt er verhaermt ein bischen, auch sehr sehr ernst. Dahinter allerdings eine ahnbare Vitalitaet, die ihn keineswegs wie 50 scheinen laesst. Er wuerde mir eine Mitarbeit anbieten, wenn er koennte, sagt er, und erzaehlt von der Geldgier mancher Menschen und davon, dass man auch Durststrecken ausharren muss, dabei nie den Kontakt verlieren soll um bereit zu stehen, wenn „es“ wieder losgeht. Dass er fuer all die Agenturen gearbeitet hat, fuer die ich so gerne arbeiten wuerde. Fuer die Berliner und die Koelner auch sogar! Und dass er mich nicht so einschaetze als ob ich resignieren wuerde und er mich auch nicht so einschaetzt dass ich immer so darben muesste wie jetzt. Wieviel er mich in zwei Stunden Unterhaltung einschaetzt. Und dass ihn Leute fuer arrogant halten wuerden, weil er sein Ding macht – auf mich wirkte er in Angesicht der Projekte die er gestaltet hat und in Anbetracht dessen was er pers?nlich schon erlebt hat eher bescheiden. Seine Einschaetzung macht mir Mut. Was sind schon eineinhalb Jahre sagt er zu mir, er hat erst so richtig angefangen als er 33 war, vorher auch immer nur das gemacht was ihm Spass machte. Er erzaehlte wie er in Italien Laurie Anderson als Strassenmusikantin kennenlernte und sie dann einlud fuer ein gemeinsames kleines Projekt Ende der 70er. Und wie er dann nach Deutschland kam. „Kennst du den Film Solino?“ fragt er mich und ich nicke, „Das ist meine Geschichte“, sagt er und ich: „Ich hab ihn nicht gesehen, ich wei? nur wovon er handelt und hab den Trailer gesehen“ und er wiederholt: „Das ist die Geschichte von mir und meinem Bruder. Das Drehbuch hat eine Verwandte geschrieben. In der gedrehten Fassung wurde allerdings das Verhaeltnis von mir und meinem Bruder verzerrt, die erste Drehbuchfassung war da noch naeher an der wirklichen Geschichte.“ Er erzaehlte von seiner Ex-Frau, einer Kuenstlerin, die immer mit der Angst vor ihrer eigenen Genialitaet im Clinch lag, die sich stets uebersehen liess, obwohl sie sehr gut ist. Und das erste was er mir zeigte waren Bilder seiner Tochter, ein froehliches Maedchen, dass sicher zu beneiden ist so wie es aufwachsen durfte, mitten in einem Kuenstler- Fabrikloft mit Holzspielzeug und Waldorfschule und Eltern, die alles andere als spiessig sind. Ich bewundere seine Mobilitaet. Wir reden ueber Wurzeln und wie viele andere Maenner, die ich kennenlernte, die ebenso wurzellos aufgewachsen sind werde ich wegen meiner sicheren Wurzeln beneidet, ein bischen. Meine „Heimat“, die mir keiner nehmen kann. Ich denke an Andre und Mike, die genau das an mir geschaetzt haben und ich konnte bis heute nicht herausfinden, ob und wie man das an mir oder an anderen beheimateten Menschen spuert oder ob es nur durch die Erzaehlung zu Tage tritt. Er sagte: „Weisst du, es gibt Menschen, die haben einen unglaublich reichen Kopf. Doch die Verbindung zum Herzen stockt zu oft. Sie haben Angst vor ihrer eigenen Kraft, ihrer eigenen Genialitaet. Das ist zuweilen traurig.“ Es folgte eine lange Pause, dann nach einem Blick in die Ferne ein weiter zu mir, einer der wenigen. „Meine Frau, meine Ex-Frau ist AUCH so eine.“ „Du musst bereit sein – das ist alles!“ – und nur die, die das sind und nicht in andere Jobs abtauchen, die werden es schaffen. Denn die, die das tun, die wuerden ohnehin nie gut genug werden um frei zu arbeiten und letztlich frei zu sein fuer das was man tun will. „Du kannst auch im Kleinen was bewegen; sei innerhalb der Grenzen kreativ und suche nach Loesungen, die dort moeglich sind, mach deinen jeweiligen Job immer so kreativ und gut wie moeglich! Tu das was du tun willst und was dir Spass macht, dann wird auch der Knoten platzen!“ Ich erzaehlte von meinem ersten Platz im Callcenter und im Erzaehlen wurde mir klar, dass ich mich dringendst da weg bewegen muss. Als ich sein Atelier verliess war es schon lange dunkel und ich mit meinen Gedanken allein. Der Mann hat recht. Noch eine Erkenntnis: Haette er in seinem Profil die Wahrheit gesagt, er sei 50 und nicht 37, er haette zwei Kinder und nicht keines, so haette ich ihn vermutlich nicht getroffen. Die Wahrheit befreit niemanden „Es war einmal ein Mann, der sich verirrte und in das Land der Narren kam. Auf seinem Weg sah er die Leute, die voller Schrecken von einem Feld flohen, wo sie Weizen ernten wollten. „Im Feld ist ein Ungeheuer“, erzaehlten sie ihm. ER blickte hinueber und sah, dass es eine Wassermelone war. Er erbot sich das Ungeheuer zu toeten, schnitt die Frucht von ihrem Stiel und machte sich sogleich daran sie zu verspeisen. Jetzt bekamen die Leute vor ihm noch groessere Angst, als sie vor der Mel?one gehabt hatten. Sie schrien: „Als naechstes wird er uns toeten, wenn wir ihn nicht schnellstens loswerden“, und jagten ihn mit ihren Heugabeln davon. Wieder verirrte sich eines Tages ein Mann ins Land der Narren, und auch er begegnete Leuten, die sich vor einem vermeintlichen Ungeheuer fuerchteten. Aber statt ihnen seine Hilfe anzubieten, stimmte er ihnen zu dass es wohl sehr gefaehrlich sei, stahl sich vorsichtig mit ihnen von dannen und gewann so ihr Vertrauen. Er lebte lange Zeit bei ihnen bis er sich schliesslich Schritt fuer Schritt jene einfachen Tatsachen lehren konnte, die sie befaehigten, nicht nur ihre Angst vor Wassermelonen zu verlieren, sondern sie sogar selbst anzubauen. (zitiert aus: Sheldon B. Kopp: „Triffst du Buddha unterwegs ...“) genau deshalb mag ich inzwischen Menschen nicht mehr die immer hinausposaunen – vornehmlich in irgendwelchen Internet-Profilen oder Foren: „Ich bin einfach ZU ehrlich, meistens sogar so, dass es wehtut“ Mir geht Respekt ueber alles anstatt ein unerwuenschtes hingeschleudertes vermeintlich ehrliches Feedback, was nur den Ehrlichen stolz macht, sonst nix. Gar nix. Sheldon B. Kopp faehrt fort: „Die Wahrheit befreit niemanden; Einstellungen werden nicht durch Tatsachen veraendert. (...) Ich fuehle mich nicht dem Ethos verpflichtet jederzeit blindlings offen zu sein. (...) Ich weigere mich an der Brutalitaet teilzunehmen, die sich als unbeschraenkte Offenheit verkleidet. Die Philosophie des „hier und jetzt“, des „mach du deinen Kram, und ich mach meinen“ ist nicht mein Fall, es sein denn, ich bin bereit, die Konsequenzen meines Tuns zu tragen, vermeide es, andere unnoetig zu verletzen und weiss, dass ich immer wieder von Zeit zu Zeit immer wieder wie ein Toelpel handele, ganz gleich wie weit ich mich schon kenne.“ posted by Catherine | 10/20/2003 04:01:00 AM Sonntag, Oktober 19, 2003 Heil-Fastenzeit Gestern mein ersten komplett nahrungslosen Tag gemeistert. Ich hoffe, ich habe die Energie danach meine Ernaehrung umzustellen - ohne Milch und ohne glutenhaltige Getreide, das scheint gut für mich zu sein wie ich letztes Jahr schonmal feststellen durfte! Waelze Ernaehrungsratgeber und steigere auf Rezeptbücher bei ebay. Gestern eine vorab Belohnung für die erste Sportstunde nach einem Jahr: die letzte Cora Frost CD laeuft gerade; sehr anstrengende gewoehnungsbedürftige, nicht aufs erste h?ren faszinierene Chansons. Heute habe ich sogar Muskelkater in der Lunge, ich aechzte mich erst eben aus dem Bett ... und gleich gibt es koestlichen Kamilletee! Der früher Inbegriff von Krankheit, dabei geht es mir heute recht gut; im Vergleich zu gestern abend nach dem begeisternden Konzert von Georgette Dee (natürlich folgt eine genaue Beschreibung) waere ich noch zu gerne mit Gina auf eine Party gegangen, aber mein Koerper sagte einfach: nein, ich will nicht, ich muss Ruhe haben und atmen; einfach nur atmen. Derlei merkwürdige Beklemmungen hatte ich bei den letzten beiden Fastenkuren nie. Moechte mindestens 7 Tage Gemüsebrühe-, Tee- und Obstsaftfasten, je nachdem wie es mir dabei geht drei Tage reines Wasserfasten dranhaengen. Die Hoehenflüge nach den ersten drei Tagen kenn ich ja schon von den letzten Malen - da laesst sich heute der leichte Kopfdruck auch aushalten. Es ist schon erstaunlich wieviel Zeit übrigbleibt wenn man sich nicht mit Nahrung einkaufen und zubereiten beschaeftigen muss. Im Sinne einer sinnvollen Reinigung und Verzicht sollte ich wohl auch meinen Internetkonsum einschraenken, wie? *lach ... Ich bin gespannt, inwieweit mir das mit dem Arbeiten naechste Woche geht. Dass ich fit sein werde, da bin ich mir sicher - mein Sportprogramm steht auch schon; nur was immer ein bischen nervig ist, ist sich erklaeren zu müssen, warum ich nicht mit in die Pause gehe oder warum ich nicht an dem Belohnungsspielchen "1 m&ms für jeden Abschluss" mitmache, was sich in unserem Team eingebürgert hat, ohne als Esoterik-Tante abgestempelt zu werden. Bin ich doch sowieso *lach - wobei sich mein Reiki-Kurs leider erledigt hat. Wie seltsam sich per Mail schon zu zerstreiten, so aneinander vorbeizureden ohne sich persoenlich ein einziges Mal gesprochen zu haben. Nun, dann soll es eben nicht sein. Mir wird sicher ein anderer Mensch begegnen, derdie mich in Reiki einweihen wird. Cora Frost verpunkt gerade "Ein Mops schlich in die Kueche", oh my Gooood ..... *lach ... sie schreit nur noch "böser Mops!!!!" mit ausufernder Tuba im Hintergrund, ich werd jetzt erst mal wieder zu Georgette Dee umschalten, dazu Tee geniessen und dann ab in die Badewanne, dann zu Fuss nach Ehrenfeld. posted by Catherine | 10/19/2003 06:18:00 AM After a while by Veronica A. Shoffstall After a while you learn The subtle difference between Holding a hand and chaining a soul And you learn that love doesn’t mean leaning And company doesn’t always mean security. And you begin to learn That kisses aren’t contracts and Presents aren’t promises And you begin to accept your defeats With your head up and your eyes ahead With the grace of a woman Not the grief of a child And you learn To build all your roads on today Because tomorrow’s ground is too uncertain for plans And futures have a way Of falling down in mid-flight. After a while you learn That even sunshine burns if you get too much So you plant your own garden And decorate your own soul Instead of waiting For someone to bring you flowers. And you learn that you really can endure That you really are strong And you really do have worth And you learn and you learn With every goodbye you learn. posted by Catherine | 10/19/2003 05:54:00 AM Donnerstag, Oktober 16, 2003 "Was man lostretet kann ploetzlich Füsse bekommen" posted by Catherine | 10/16/2003 02:09:00 PM Dienstag, Oktober 14, 2003 "Jeder Mensch erfindet sich früher oder spaeter eine Geschichte, die er, oft unter gewaltigen Opfern, für sein Leben haelt, oder eine Reihe von Geschichten, die mit Namen und Daten zu belegen sind, so dass an ihrer Wirklichkeit, scheint es, nicht zu zweifeln ist. Trotzdem ist jede Geschichte, meine ich, eine Erfindung." Max Frisch posted by Catherine | 10/14/2003 03:57:00 PM Ich will auch Bilder einbauen!!!! *rumheul* .... und Kommentaaaare ... und Schokolade! ... aber das sind dochgleich DREI Dinge auf einmaaaaal! posted by Catherine | 10/14/2003 02:32:00 PM dazu die Ergaenzung: heute ein Angebot für eine unbezahlte Regieassistenz erhalten .... was haett ich Lust auf Theater! ... es geht leider derzeit nicht ums Lustprinzip, sondern wohl noch mehrere Jahre um den schoeden Mammon ... meine Bank interessiert ja auch nix anderes. Punkt. Schluss. Aus. Gestern dann bei meiner Zeitarbeitsfirma: "Glückwunsch zur Uebernahme!" "?" "Sie sind doch ab morgen nicht mehr bei uns." "???" "Sie stehen doch auf der Liste hier" (Papierrascheln) "Ah. Interessant. (Pause) (und gleich noch ne Pause) Nein, ich BIN NICHT übernommen worden. Das hat mir zumindest mein Gruppenleiter gestern mitgeteilt. Jedenfalls nicht bei den ersten." Was das heisst? Meine Vermutung hat sich wirklich bestaetigt: da schlagen die mich erst vor und dann als meine Entruestung, die ich in der Pause wohl zu laut geaeussert habe durchsickerte ziehen sie es ganz einfach wieder zurück. Ihr Lieben: Es ist mir einfach zuviel der Ehre ploetzlich weniger verdienen zu dürfen, nein danke! Es ist interessant das Gefüge Callcenter zu beobachten seit der Uebernahmevirus grassierte, von den Gerüchten das eineinhalbfache zu bekommen bis zum Ausbruch der Krankheit deren Magerkeit man wohl nur mit einer gesunden Magersucht standhalten koennte. Mahlzeit, sag ich da ... .. wow - für die unglaubliche Rennerei und noch nicht ganz abgeschlossene Formularzusammensucherei habe ich ganze 18 EUR Wohngeld zu erwarten; ist das nicht unglaublich??? Soviel kann ich doch gar nicht annehmen!!!! posted by Catherine | 10/14/2003 02:10:00 PM Montag, Oktober 13, 2003 "Ohne Honoroar wird die Arbeit zum Hobby." E. Spiekermann ... und gluecklich sagte sie: meine Arbeit IST mein Hobby ... *zynikermodusaus* posted by Catherine | 10/13/2003 11:56:00 AM Sonntag, Oktober 12, 2003 Ich betrete die nach Turnmattenplastik und Schweiss riechende kleine Sporthalle meiner alten Uni in SI, treffe dort auf einen karibisch aussehenden drahtigen Typen mit langen schwarzen Locken. Capoeira würde zu ihm passen. Bestimmt ist er der Uebungsleiter für Capoeira. Einzelne Silberfaeden sehe ich in seinen ansonsten pechschwarzen Haaren. Was will ich hier? Er schaut mich fragend an. Meinen Schirm habe ich auf der Tribuene vergessen, die Treppe ist eingefahren, so da? ich klettern muesste. Sehe nicht so hoch, reiche auch nicht heran. Er fragt mich, was ich suche, kommt mir naeher als andere. So nahe wie Menschen es oft tun, die sehr regelmaessig Kampfsport treiben, sie scheinen andere Grenzen zu haben. Ich sage, ich wuerde hier Tanzen anleiten, Ausdruckstanz und ich lache. Ach ja, davon haette er noch gar nichts gehoert. Ich lache verlegen und meine, es sei noch nicht sicher, ob es zustande kommt, letztes Semester waren es leider zu wenige Menschen, die sich gemeldet haetten, d.h. eigentlich habe ich eben demnach nur die Absicht diesen Kurs zu halten. Waehrenddessen aechze ich nach etwas was ich nicht sehen kann, da oben auf der Tribuene. Er greift mich um die Taille und hebt mich ungefragt hoch, ich lache. Dann macht er eine Bewegung, ein Sprung aus dem Stand und wir finden uns voellig ueberrascht aufeinanderliegend auf der schmal zusammengeschobenen Tribuene wieder und unser Lachen geht in eine Knutschorgie ueber. Dabei ist er ueberhaupt nicht mein Typ. Die Hallentuer ploppt zu und wir schauen auf meinen alten Sportlehrer der lachend im Raum steht und uns zuruft: Lasst euch nicht stoeren und wieder verschwindet. (Cut) Ich sitze irgendwo in einer dieser Plastikkuechen mit Plastikeckbaenken in einem Haus auf dem Land und eine Frau, es koennte seine Tante sein, sagt mir, dass seine Mutter gestorben ist. Ichbin trauriger als ich seion muesste nach all den Jahren ohne Kontakt und ich weiss genau, dass ich traeume und er im Leben kein gutes Verhaeltnis zu ihr hatte, dies hier aber voellig anders sei. Sie ist tot. Und ich, ich habe die Aufgabe ihm das nun gleich zu sagen. So unvermittelt wie mir das eben gesagt wurde. Ich glaube, diese mir eigentlich fremde Frau mit der Kueche wo man Familie spuert obwohl sie aermlich und haesslich und verbraucht aussieht fing ihre Todesnachricht an mit "Uebrigens". (Aufwachen) posted by Catherine | 10/12/2003 05:29:00 AM Freitag, Oktober 10, 2003 Ich würde gerne denjenigen kennenlernen der wie ich mit dem Kopfhoerer am Ohr fasziniert und mit Gaensehaut die von weitem erkennbar ist im WOM der CD von Terry Truck lauscht. Seine Stimme - jetzt weiss ich es - erinnert mich sehr an Mark. Eine durchschnittliche, sehr vorsichtige Singstimme, deren Ueberwindung die eigene Kraft zu spüren noch mehr anrührt wie ein kleiner Junge der zum ersten Mal freihaendig ohne sich abzustützen einige Meter laeuft und dann als er es erkennt vor Schreck zusammensackt. "M" wie merkwuerdig. posted by Catherine | 10/10/2003 05:31:00 PM Für G.: Groesse kann man auch zeigen indem man geplante Einladungen ABSAGT statt zu schweigen wie du bisher. posted by Catherine | 10/10/2003 05:27:00 PM Langsame Menschen gleicher Couleur. I should say better: Same Colour. Not recognizable at first sight. First I thought it HAS to be recognaizable at this first sight, but there is no necessary if there might be several sights. Trying for Dying (sic!) in the same is an experiment. Is this really ME? I don’t know. It’s like a film. It was like a film first. I am lost among all these very good looking people. I fell into a film. A kind of these american young films with Winona Ryder and all these Slackers and Mediocrens. Then I took myself into the story. The story never was indeed. There is No recognizable story anywhere. Nowhere. I wanna be part of the story. Partizipate. What is the ME in this story, is there a story? Tried to tell stories. Telling stories is easy. Speaking is so easy. I know that that is what people adore about me sometimes. She’s SO open minded, they say. That’s my profession in a way. I used to say. But words are too solid, they’re building up a higher wall with rooms underneath. Rooms from which I don’t know wheter the are empty or that rich of thoughts unpossible to think. Getting to know each other means more to know the things beyond the words. You aren’t able to reach it with words. Observing. Listening. Although not forgetting being just a small part of it. Am I? I don’t know. In my ears: There was a room full of people… I am noesy. If they let me be ME. Who am I?… I don’t know if they have done so. This evening was incredibly short. Too short if there are no chances for second chances. Wishes. Memories. Futures. posted by Catherine | 10/10/2003 05:26:00 PM Donnerstag, Oktober 09, 2003 Was mich aufregt: DIE PRAKTIKUMS-MUEHLE Suchen Profi, bieten Zeugnis - ein Artikel aus dem Spiegel von Andreas Ross Ich bin zu arm um Praktikum zu machen. posted by Catherine | 10/09/2003 12:50:00 PM Mittwoch, Oktober 08, 2003 Ein herber Schlag ins Gesicht was mein Callcenter-Arbeitgeber da mit uns veranstaltet: ein Friss oder stirb scheint das zu werden. Da hat man sich abgerackert und war die beste sogar - nicht dass ich mich auf Lorbeeren ausruhen wollte - die haben bekanntlich ja auch schmerzhafte Zackenblaetter, oder? - und dann kriegen wir ein Uebernahmeangebot für 50 Cent weniger Lohn pro Stunde und uns wird das als besser verkauft, da wir ja nun Leistungsbezogenen Lohn erhalten, plus Bonus je nach Abschluss. Eine Staffelung die selbst schaetzungsweise 5% der Besten der Besten nur dann schaffen koennten, unter der derzeit utopischen Bedingung, dass die Technik reibungslos laeuft und wenn die internen Vertraege mit den Adresszulieferern anders gestaltet waeren. Da wird Wochen vorher geredet und geflüstert von Uebernahme und nur die Besten und nun wird allen dieser Hundefrass-Vertrag vor den Kopf geworfen! Wenn ich ihn nicht annehme werde ich innerhalb von zwei Wochen meinen Job los und wenn krieg ich eben weniger; Hauptsache Festvertrag, gell! Dass ich für die gleiche Arbeit an gleichem Arbeitsplatz die ich nun eh schon drei Monate mache NOCHMAL 6 Monate Probezeit machen soll erwaehne ich besser nicht sonst koche ich gleich NOCHMAL über. Ich fühle mich absolut verarscht. Ich bin keiner anderer Worte mehr faehig. posted by Catherine | 10/08/2003 01:46:00 PM Montag, Oktober 06, 2003 Die Frage nach der Wahrheit spezifischer Teile einer Geschichte verraet mehr über den Frager als über den Erzaehler. posted by Catherine | 10/06/2003 03:41:00 PM Sonntag, Oktober 05, 2003 Gestern G. für einen Wochenend-Besuch eingeladen. Bin gespannt. posted by Catherine | 10/05/2003 02:36:00 PM Verbale Androgynitaet Ich liebe Geistesblitze; reinigende Gewitter, die meist einen wenn auch noch so kleinen Durchbruch schaffen – so wie letzte Woche bei meinem Job – diese Idee für eine neue Formulierung wie ich mein Produkt am Telefon schmackhaft mache – was mir prompt eine erhoehte Anzahl von Geschaeftsabschlüssen einbrachte. Geistesblitzartige Einsicht kurz vorm Einschlafen gestern: Ich rede mit Maennern und Frauen gleich. Wirklich gleich. Das Wort „Frauengespraeche“ gibt es in meinem Wortschatz nicht. Ich hoere oft wie andere Frauen mit anderen Maennern flirterisch reden. Ja, ich flirte auch verbal, fordere heraus. Maenner wie Frauen. Ich habe oft gehoert wie andere Frauen immer und ausschliesslich mit Frauen schlichter, einfacher, wahrer sprechen als mit Maennern. Und wenn sie mit Maennern sprechen sind sie geimpft von Deborah Tannen und wie sie alles heissen. Ich bin interdisziplinaer. Ich beschneide meine Wortwahl nicht zugunsten zufaelliger Geschlechter. posted by Catherine | 10/05/2003 02:36:00 PM I am a work in progress – It doesn’t have to be perfect, even it doesn’t has to be finisshed. Vielleicht werd ich es mal vollenden – vielleicht weiss es jemand anders zu vollenden? Vielleicht werd ich es beim Wiederlesen ganz schrecklich finden. It’s just this: Vielen Dank für die Blumen, die Komplimente faerben mich rot. Auch Dank für dein dickes Fell Das dir wer über die Ohren zog Ich schenk dir meine Neurosen Sie sprossen auf dünner Haut Und biete blühende Baelle Dein Pelz hat mich meiner Zartheit beraubt Pelze traegt man im Winter Die Kaelte zerstirbt auf der Haut Du wirfst sie zurück Sie treffen mich nicht dass du glaubst du traefest mich sie treffen dein Fell ummantelte mich posted by Catherine | 10/05/2003 02:34:00 PM Freitag, Oktober 03, 2003 "Mein Briefkasten" Halt die Klappe sagte ich zu meinem Briefkasten, dessen Klappe sich mir entgegenwirft, seinen Inhalt entbloessend. Ein blauer Brief, Anwaltsbrief faellt mir in die Haende. Ist man erwachsen wenn man Briefe von Anwaelten und Einschreiben mit Rückscheinen bekommt? Ein Mahnbescheid, der erste meines Lebens, der mich mahnt doch endlich noch offen stehende Rechungen zu zahlen; Kosten die ich mit Mike teilen muesste. Muesste. Sollte. Hat MEIN Mahnbescheid an ihn jegliche Freundschaftsmoeglichkeit zerstoert? War es DAS oder was anderes? Es ist muessig darüber nachzudenken. Ich habe die Folgen zu tragen. Er ist Meister im Ignorieren. Es erscheint mir manchmal noch immer als ob er mich heimlich beobachten würde wie eine Sphinx. Stoisch und abwartend mit leeren Augen, die da sind, aber nichts wahrnehmen. Eine Nichtpraesenz die unangenehmer ist als ein Small-Talk zu dem er nicht in der Lage war. Ich reisse den Brief auf. Der für mich fast untragbare Betrag spuckt mich mit Mikes Nichtachtung an. Die Bilder von Inas Geburtstag sind wieder praesent. Wie er mir nicht in die Augen sehen konnte als ich mit seiner neuen Freundin sprach, sehr nett und belanglos, einfach ein freundliches Kennenlernen. Wie er sich dann rittlings auf die Bank setzte und sie mitten in unserer Unterhaltung an sich zog, vereinnahmte an der Hand zog, nicht nahm, zog, sie um seine Schulter drapierte und wie er sie demonstrativ vereinnahmend kuesste. Ihr kurzer entschuldigender Blick zu mir, dann folgte sie seinem Kosen und Kuessen, unsere Unterhaltung unterbrechend. Diese Unterhaltung die mir gleich klar gemacht hatte, dass er unsere gemeinsame Zeit mit keinem Wort erwaehnt hat. Dass weder unsere Arbeit noch unsere Beziehung existent war, wichtig war, vorhanden war. Und das mir, die Spuren hinterlassen moechte. Spuren, die nicht nur aus Traenen bestehen; Spuren die nicht nur aus Restschulden bestehen. Ich stehe vor dem Briefkasten, die geoeffnete Mahnung in der Hand und weine. Die Beobachtung dass zeitversetztes Schreiben die Stimmungen in denen Eintraege entstehen auch verblassen laesst (siehe oben) posted by Catherine | 10/03/2003 04:24:00 PM Wie man doch mit ein bischen Spürsinn rauskriegt wer wohinter steckt ... das Netz ist eben nicht anonym ... und dann bei meinem Streifzug und mit zufaelligem zusammentreffen letzte Woche die Entdeckung dass sogar auch nun ein ehemaliger Aushilfsjobarbeitskollege es musikalisch geschafft hat ... alles ist vernetzt, wie lustisch .... posted by Catherine | 10/03/2003 10:07:00 AM noch so ein Fragebogen, diesmal von herrn shhhh, der in seinen Antworten einige hoechst interessante Aehnlichkeiten zeigt ... letzte zigarette: und das nur ne halbe – die erste und letzte letzte autofahrt: als Beifahrerin gestern und oefter – selber zuletzt vor nem Jahr? letzter kuss: lauer Sommerabend, Stadtgarten, betrunken, beim Wiedersehen als unertraeglich befunden letzter weinkrampf: siehe „Mein Briefkasten“ letztes buch: Banana Yoshimoto: Amrita letzter film: „Liegen lernen“ – maessig, wer hat die 80iger nur so klischeebeladen? letztes benutzte schimpfwort: ach shit, das weiss ich jetz nich ... letztes getraenk: Erdbeertee letztes essen: Quinoaauflauf letzter anruf: Eltern letzte sendung im tv: hab kein TV letzte dusche: gestern abend letzte cd: gehoert: Walkabouts, gebrannt: Blumfeld, gekauft: Mercury Rev letzter gekaufter gegenstand: Buch: Das Aquarium von Tommy Bayer letztes mal aufgeregt wegen: verkrampft ehrgeiziger Kollegen letzte enttaeuschung: ich selbst – alle stehen auf beruflichen Bühnen rum ob Prof oder Musikalisch ob Kreativ oder Geschaeftsführer ob verheiratet oder Haeuslebauer, nur ich krebse seit fast drei Jahren rum letzte worte: tschüss letzte sexuelle phantasie: staendig letzte merkwürdige begegnung: der Mann der mich am Telefon dreimal hintereinander fragt als ich ihm eine Telefonnummer diktiere, ob zwischen Vorwahl und Nummer ein Bindestrich kommt letztes mal amüsiert: gestern bei der Theaternacht letztes mal verliebt: ph – son bischen bis vor ner Weile, so richtig ewig nich letztes mal umarmt: vorgestern letztes mal getanzt: Rose Club letztes konzert: beinahe waerens die Tindersticks geworden, so Erdmoebel aufm Ringfest letztes website besucht: Diskussion über bloggs und Privatheit. posted by Catherine | 10/03/2003 07:50:00 AM Heute ist mein blogger-tag und ich hole all die worte nach die noch ungeschrieben oder in handschrift hierrumliegen ... die links und rechts meines weges durchs netz mir begegnet sind und damit beginne ich: Peter Praschls Schreibe liebe ich seit ich Allegra lese - und hiermit oute ich mich als Zeitschriftenjunkie - doch wer wird nicht gerne begefragt? Die Fragen sind von hier: best of le sofa blogger [1] Würdest du dich lieber finden oder verlieren? Im umgekehrter Reihenfolge [2] Warum lügst du? Ist Lügen auch weglassen? [3] Was denkt dein Spiegelbild von dir? Immer wenn es antworten will, h?r ich mich selber sprechen [4] Selbstgepraeche? Na klar – siehe zuvor. Und wenn mich die exhibitionistische Lust überfaellt dies in der Oeffentlichkeit auszuleben halte ich mir mein Handy ans Ohr und erzaehle [5] Heimlich verliebt? Warum nicht? Heimlich verliebt man sich eh nur in die die dich nicht zurücklieben; irgendwann wird dann auch dieses Pfl?nzchen wegen Unterern?hrung eines natürlichen Trockentodes sterben [6] Wie würdest du dich dir selbst vorstellen? „Guten Abend – wir sinken. Darf ich mich setzen?“ [7] Wann hast du zuletzt in einer anderen Farbe als schwarz oder blau geschrieben? Staendig sind bordeauxfarbene Stabilos in meiner Tasche und zuweilen auch in meiner Hand [8] Gibt es Umstaende, unter denen blauer Lidschatten ok ist? Klar, bei ner 80iger Party mit Klamottenzwang [9] Beschreibe einem Blinden Dein Aussehen. Würdest Du lügen? Das erste und einzige Mal als mich ein Blinder ansprach und nach der n?chsten Bahn fragte sagte er schlicht nach meiner Antwort: „Nach Ihrer Stimme zu urteilen haben Sie braune Haare und sind sehr schoen.“ [10] Sind dir deine Eltern peinlich? Wenn mein Vater mich vor Fremden begrüsst mit einem Kussmuendchen und einem „uiuiui – Schmatz“ nachdem ich ihn ein Jahr fast nicht gesehen habe [11] Lieblingsfeiertag? Rosenmontag? [12] Welches Holz riecht am besten? Birke glaub ich – Tanne zuweilen auch – nur nicht zu harzig [13] Drei Menschen, die du verachtest? Drei kriege ich nicht zusammen – ok, lassen wir diverse Politiker (tote und lebende) mal aussen vor – ich denke nur an einen ehemaligen Chef von mir, sein Psychomobbing [14] Welche Tradition würdest du gerne begründen? [15] Wen müsste man erschiessen? Niemanden – ignorieren jedoch viele [16] Worüber stehst du? Wenn mich jemand naiv nennt [17] Lieblingswort? authentisch [18] Keine Frage. Welche Antwort? Versuch es! [19] Wie würdest du lieber heissen? Catherine [20] Das letzte Weihnachtslied deines Lebens? „Froehliche Weihnacht überall!“ [21] Briefe aufreissen oder aufschneiden? Reissen natürlich [22] Wenn du eine Band haettest, wie würde sie heissen? „Neue Vergroesserungen“ (das ist eine Strasse, die gibt es tatsaechlich!) [23] Liebst du jemanden? Mein Herz hat viel Platz [24] Jemals an Buntstiften gekaut? An Stabilos! [25] Was hast du dir zu deinem letzten Geburtstag gewünscht? Bücher [26] Lieblingsschimpfwort? Ein schlichtes „Scheisse“ am richtigen Platz erleichtert [27] Wovon solltest du Ahnung haben, was hindert dich daran? Strategisch zu handeln widerspricht meiner Authentizitaet [28] Was macht dich müde? Zuviel Trubel [29] Mittag oder Mitternacht? Mitternacht [30] Langsam oder schnell? langsam [31] Fisch oder Fleisch? Fleisch [32] Wen vermisst du am meisten? Babsi [33] Wonach riecht dein Atem? Nach Atem [34] Wenn du nicht du waerst, würdest du dich gerne kennenlernen? natürlich [35] Was wirst du nie verstehen koennen? [36] Kannst du pfeifen? Nur so, nicht mit zwei Fingern [37] Worin bist du behindert? [38] Worin bist du perfekt? [39] Warum faellt die Behinderung leichter als Perfektion? [40] Was an der Natur würdest du aendern? Winterfreie Zeit einführen [41] Welche Tierart ist überflüssig? Molche [42] Frage- oder Ausrufezeichen? Frage [43] Wirst du jemals berühmt sein? Wofür? Bekannt waere mir lieber. Für etwas Schoenes. [44] Glaubst du an Gott? Ich glaube. Reicht das? [45] Siehst du nackt besser aus als angezogen? Ist doch klar: beides! Alles zu seiner Zeit [46] Was machen deine Füsse gerade jetzt? frieren [47] Und wirst du? [48] Was würdest du sofort abschaffen? Antriebslosigkeit [49] Welcher Feiertag müsste dringend erfunden werden? „Tag des kollektiven Gluecks“ (aber nur einmal im Jahr, wo kaemen wir sonst hin) [50] Würdest du auf einem Atlas die Elfenbeinküste sofort finden? Erdkunde mangelhaft – ich f?nde ja nochnichmal so einige Staedte im Osten *hüstel [51] Was findest du wirklich nicht zum Lachen? [52] Kannst du deine Nase mit deiner Zunge erreichen? n? [53] Hast du es gerade versucht oder wu?test du es auch so? wei? ich [54] Liebst du deine Erinnerungen? Erinnerungen sind das Paradies der Seele, aus dem wir nie vertrieben werden koennen – und deshalb schleppe ich von Umzug zu Umzug immer mehr Kisten mit Tagebüchern und gesammelten Erinnerungen mit mir herum [55] Hast du je etwas gefunden? Mich – und dich, und dich auch zuweilen [56] Wofür schaemst du dich noch immer? Sag ich nich [57] Wo würdest du gerade lieber sein? Wo es warm ist, in den Armen eines lieben Menschen [59] Schlaefst du lieber ein oder wachst du lieber auf? einschlafen [60] Was ist dein Lieblingsbuchstabe? Typografisch betrachtet ein kleines „z“, dieses altmodische mit Unterlaenge so wie ich es mir in meiner Handschrift bewusst antrainiert hatte, sobald du mit der schoensten Handschrift die ich je bei einem Mann sah, deine Briefe einstellste [61] Was nimmst du deinen Eltern immer noch übel? Diverse Vertrauensbrüche und Uneinsichtigkeit [62] Was haettest du lieber nicht ausgelassen? [63] Welche Frage würdest du dir jetzt stellen? Beantworte sie. Wer liest das hier eigentlich? Antworten gerne an: ideenjongleur@web.de [64] Worüber würdest du dich mit dir streiten? „Erwarte nichts – heute: das ist dein Leben“ – darüber was mir jenes Tucholsky Zitat sagen soll über das ich oefter im Leben stolpere [65] Der traurigste Ort der Welt? Dort wo traurige Musik laeuft [66] Letzte Frage. Wie sollte sie lauten? Für wen? posted by Catherine | 10/03/2003 07:27:00 AM Donnerstag, Oktober 02, 2003 Why Worry? There are only two things to worry about: Either you are well or you are sick. If you are well, there is nothing to worry about. But if you are sick, there are only two things to worry about: Either you will get well, or you will die. If you get well, there is nothing to worry about. If you die, there are only two things to worry about: Either you will go to Heaven or to Hell. If you go to Heaven, there is nothing to worry about. But if you go to Hell, you’ll be so busy shaking hands with friends, You won’t have any time to worry – so: why worry? posted by Catherine | 10/02/2003 06:29:00 PM - "Das Fest" - der Dogma Film auf der Bühne - atemberaubendes Schauspielertheater, emotional kathartisch posted by Catherine | 10/02/2003 06:21:00 PM Mittwoch, Oktober 01, 2003 ja, zu DEM Konzert muss ich diesmal , ich MUSS! HAFENHERZ Mein Herz ist eine Hafenbar mit fremden Gesichtern brechend voll sie trinken kleine Herzblutschnaepse und führ´n sich spaeter auf wie doll. Jacken haengen über Stühlen, sie scheinen noch Herzschlag zu zittern. Wie Verpackung von Gefühlen, schlafende Segel, nach den Gewittern. Frauen, die sich unsichtbar schweigen Maenner, die stets was zu suchen scheinen Barkeeper, die über alles weinen Spiegel, die es nicht gut meinen. Mein Herz ist eine Hafenbar mit saufenden Wünschen brechend voll. die schaukeln sich hoch mit dreckigen Witzen und hauen mir dann die Hucke voll. Menschen schieben sich wie Schiffe durch die engen Lebenslagen manche transportieren Riffe andre tragen fremde Narben. Frauen, die sich... Mein Herz ist ein Hafenbar mit tausend Geschichten brechend voll die reden alle durcheinander und schmuggeln Hoffnung durch den Zoll. Stimmen wirren um die Ohren gepeitscht von tausend und einer Nacht. Worte frieren, nackt geschoren, ein Irrtum verendet - totgelacht. Frauen, die sich... Mein Herz ist eine Hafenbar ... Text: Dee / Musik: Attig/Konrad posted by Catherine | 10/01/2003 02:58:00 PM |
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